Was sind wir?

Beim Malen
Ein Ort der Kreativität

Der Jugendtreff muss die Möglichkeit zur kreativen Selbstverwirklichung bieten. Dazu gehört die Förderung in Rahmen von Kursen, Anleitung und Unterstützung in diesem Bereich, ebenso wie die räumlichen Möglichkeiten und das nutzbare Material. Dieser Freiraum zur kreativen Entfaltung muss wertfrei und ohne klar strukturierte Ansprüche wie aus Schule oder dem Lebensfeld der Erwachsenen sein. So ist das Potenzial zu einer positiven Selbstverwirklichung, der Entfaltung der Persönlichkeit und selbstwirksame Außendarstellung möglich. Dies kann durch Kunst, Musik und Bewegungsaspekte und Angebote in einem dafür geschaffenen Raum realisiert werden. 

Was genau sind "Wir" eigentlich?

Wir, das sind erstmal wir alle! Jene die irgendwie etwas mit Jugend, Kindern und Jugendlichen zu tun haben. Entweder sind wir noch jung, oder fühlen uns so, oder möchten der Jugend etwas mitgeben. ´Wir, das sind alle, die an der Jugendarbeit und dem Jugendhaus in Liebenau mitwirken. Von den Mitarbeitern der Verwaltung im Rathaus, über Politiker die sich für dieses Projekt einsetzen, Nachbarn die Mitwirken und Begleiten, Erwachsene die unterstützen, Vereine die sich engagieren, Jugendliche & Kinder die für andere was machen und zuletzt Anton & ich, der Jugendpfleger von Liebenau. Wir, sind halt eben sehr viele! Aber ohne so viele, wäre so ein Projekt wie "Das Haus" nie entstanden und auch die vielen anderen Projekte und Ideen hätten nie einen Anfang gefunden. Darum auch ein Danke für das Wir!

Was sind unsere Ziele?

Wir möchten "Das Haus" mit Leben füllen und es zu einem besonderen Ort machen. Unsere Wünsche und Ansprüche an uns sind nicht gering, aber Wir arbeiten stetig daran. 

Eine Tabelle bauen
Ein Ort für Spontanität und Projekte

Die Jugendarbeit und das Jugendhaus sind ein Ort der Spontanität, der kurzfristigen Umsetzung, der Einbeziehung und von Projekten aller Natur. Dafür ist eine grundlegende Ausstattung mit gängigen Materialen und Werkzeugen nötig. Projekte werden selten von Jugendlichen sehr lange geplant und vorbereitet, sondern es kommt meist zu einer spontanen, schnellen Entwicklung einer Idee und dem daraus folgenden Wunsch der Umsetzung. Zum Lernprozess gehört auch, dass nicht alle Ideen und nicht alle großartigen Projekte sofort umgesetzt werden können und manches einer wirklichen Planung bedarf. Dennoch müssen Erfolgserlebnisse durch eine spontane Umsetzung und ggf. auch kreative Nutzung von Ressourcen möglich sein. 

Bunte Gesichtsmasken
Ein Ort der Neutralität

Ein Jugendhaus ist geschlechts- und herkunftsneutral. In unserer heutigen multikulturellen und genderneutralen Gesellschaft sind keine festen Rollenbilder so verankert wie vor noch einem Jahrzehnt. Die Geschlechterbezogenen Werte und Rollen werden immer weiter erweitert und auf alle Kompetenzen umgelegt. Dies erschwert besonders Jugendlichen die Bildung eigener Rollenbilder und festen Werten in Bezug auf Geschlecht und Identität. Meist wird dies durch ein überproportionales und übersteigertes Ausleben von „alten“ Rollenmerkmalen oder der Bildung von deutlich abgrenzenden Peergroups gezeigt. Hier bietet ein Jugendhaus die Möglichkeit zur Bildung der Identifizierung und eines stabilen Selbstbildes. Dabei sollen keinen rollenverknüpften die Werte bilden (Mädchengruppe Basteln/ Jungengruppe Werken), sondern viel mehr die individuellen Fähigkeiten und Interessen aufgegriffen und gestärkt werden (auch ein Junge kann Nähen, auch ein Mädchen kann einen Schrank zusammenbauen). Diese Stärkung der Individuellen Leistungs- und Interessenmerkmale ermöglichen ein positives Selbstbild und eine Entwicklung der eigenen Rolle. Biologisch geschlechtlich bedingte Merkmale sollten dabei nicht tabuisiert oder unbeachtet bleiben, sondern viel mehr einen gemeinsamen Austausch und einen intergeschlechtlichen Diskurs anregen. So bleibt es nicht bei Themen wie z.B. „die Frau bekommt das Kind und muss es erziehen“ oder „der Mann muss arbeiten gehen und möglichst viel Erfolg haben“, sondern wird zu einer kritischen und hinterfragenden Entwicklung der Rollenbilder und der Selbstidentifizierung.

Entspannen auf einer Hängematte
Ein Ort der Entspannung

Ein Jugendhaus bietet auch Zuflucht für Kinder und Jugendliche vor Überforderung, vor Stress aus dem Alltag, vor Leistungsdruck und vor Konflikten. Nach neuesten Studien steigt die Rate an emotionalen, sozialen Störungsbildern und Erkrankungen wie z.B. stressbedingte Depression bei Kindern und Jugendlichen stetig an. Daher ist ein vor Leistungsdruck und Anforderung geschützter Raum besonders wichtig. Dieser kann einen emotionalen Ausgleich, kognitive Entspannung und physische Ruhe nach den individuellen Bedürfnissen bieten und nicht nach einem gerichteten Zeitplan von Terminen. Eine wertschätzende und offene Atmosphäre, die dem Lebensraum und der Erlebniswelt der Jugend entspricht und ohne die Zwänge des Alltags, könnte hier positiven Einfluss nehmen. 

Kinder spielen draußen
Ein Ort der Selbsterprobung

Ein Jugendhaus ist ein Ort der Selbsterprobung lebenspraktischer Fähigkeiten. Dies kann durch nicht wertende, mitgestaltende und Lösungsorientierte Angebote unterstützt werden. Dazu gehören Reinigungs-, Instandhaltungs- und Ordnungstätigkeiten, wie auch z.B. gemeinsames Kochen, das Anlegen eines Gemüsegartens, das gemeinsame Feuer machen und auch das gemeinsame Erlernen neuer Kompetenzen z.B. in handwerklichen Bereichen. Fehler sind dabei ausdrücklich zugelassen und werden gemeinsam aufgearbeitet und bieten Möglichkeiten des Lernens und der sozialen Vernetzung. 

Kinderlesung im Gras
Ein Ort des Lernens und der Bildung

Ein Aspekt des Spiels als Lernhilfe. Spiel bietet die beste und natürlichste Form des Lernens, sowohl in der sozialen, emotionalen und kognitiven Ebene. Im Rahmen von Spielen, bereits einfacher Art (Brettspiele), über interaktive Spiele (Billiard, Basketball), bis hin zu digitalen Spielen (Switch) erlernen Kinder und Jugendliche neue Fähigkeiten und können diese festigen und ausweiten. Dieser Aspekt des Lernens ist freiwillig und kann nicht erzwungen werden, lediglich angeregt, durch eine ansprechende, freundliche und dem Spiel dienende Atmosphäre und Gestaltung der Räumlichkeiten und eine ansprechende Auswahl an Spielmöglichkeiten. Dieser Ort ist trotz spielerischen Wettkampfs und emotionaler Erlebnisse nicht wertend geprägt und kann so das Lernen vertiefen und neue Freude am Lernen ermöglichen.

Gemeinsam an der Spitze
Ein Ort des Miteinanders

Hier ist ein Ort der Sozialisation und der gemeinsamen Erprobung von gesellschaftlichen Standards, Regeln und der Kommunikation. Ein Jugendtreff sollte die Möglichkeit zur Bildung von Interessengruppen, Arbeitsgruppen, sozialen Netzwerken, Freundschaften und Beziehungen bieten. Dafür ist eine breite Möglichkeit der Interaktion wichtig. Ebenso wie eigene Gestaltung von Regeln, sozialen Standards und Werten der Gesellschaft. Diese müssen ohne den mahnenden Einfluss von Erwachsenen entwickelt werden, um eine mögliche Erprobung und eventuelle Korrektur durch die Jugend zu ermöglichen. So können eigene Werte, Systeme, stabile und belastbare soziale Beziehungen aufgebaut werden, welche die Jugendlichen in ihrer Entwicklung unterstützen. Dies ist ein „geschützter Raum“, in dem Fehler erlaubt und erwünscht sind. Hier ist eine Korrektur mögliche, welche neue Lösungsstrategien erschließbar macht und daher direkte Anwendung im Lebensumfeld der Jugend findet. Dieser „geschützte Raum“ ist besonders wichtig in seiner Wahrung und Gestaltung und muss in einem immer wieder kehrenden gemeinsamen Prozess der Jugend für ein Jugendhaus entwickelt werden. Dabei muss besonders auf die Einflussnahme äußerlicher Faktoren, wie Schule, Parteien, Politik, Religion geachtet werden und diese Faktoren aus dem Prozess ausgegliedert werden.

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Ein unteilbarer Ort

Ein Ort der Jungend darf nicht geteilt oder verflochten mit der Welt der Erwachsenen sein. Die Jugend braucht eigene Räume und Möglichkeiten ihre Fehler zu machen und daraus zu lernen. Dieser Ort muss ihnen selbst „gehören“ und muss von ihnen gestaltet werden. Nur so ist eine positive Identifikation mit dem Ort möglich und die oben genannten Inhalte umsetzbar. Wird der Ort durch die Nutzung und Gestaltung von Erwachsenen entfremdet, findet diese Entfremdung auch auf der emotionalen Ebene der Jugend statt und das Erreichen der oben genannten Ziele wird maßgeblich erschwert.  Ein Jugendtreff bietet über dies alles hinaus weitere Möglichkeiten und Entwicklungspotenziale.

Wer bin ich?
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Ich bin Markus Sieling, der Jugendpfleger der Samtgemeinde Liebenau.

Dabei ist fast immer mein Jugendbegleithund Anton.

Ich bin Heilpädagoge und habe schon in einigen Betrieben gearbeitet, von der Suchthilfe bis zum Kindergarten. Jetzt bin ich aber hier und möchte mit euch einen super Jugendtreff gestalten und entwickeln, an euren Ideen, Wünschen und Interessen teilhaben und so besondere Projekte mit euch zusammen entwickeln und aufbauen. 

Ah und Anton?

Anton ist ein Border Collie und begleitet mich in meiner Arbeit. Er ist 2020 geboren und daher spielt er auch sehr gerne. Jeder Mensch ist sein Freund und er freut sich immer über Kontakt. Seine abschließende Prüfung zum Therapiehund steht ihm noch bevor, aber auch das schafft er sicher mit der linken Pfote. 

Die Konzeption...

Die Konzeption für die Jugendarbeit der Samtgemeinde Liebenau findet ihr HIER

Die Konzeption für "Das Haus" findet ihr HIER

Und die Regeln für "Das Haus" findet ihr HIER